Was ist Elterntalk?
Elterntalk sind Gesprächsrunden im privaten Rahmen zum Erfahrungsaustausch über Erziehungsfragen.
Eltern laden andere Eltern ein, sich zu Themen wie Medien, Konsum und Suchtvorbeugung auszutauschen.
Die Gesprächsrunden werden von geschulten Laien-Moderator*innen begleitet.
Ziele von Elterntalk
- Eltern im Umgang mit Medien und Konsum im Familienalltag sensibilisieren.
- Eltern in ihrer eigenen Urteilsfähigkeit und auf ihrem individuellen Weg stärken.
- Eltern ermutigen, durch den Austausch mit anderen neue Sichtweisen zu entwickeln.
- Selbstverantwortung als Chance begreifen.
ELTERNTALK geht davon aus, dass Eltern Expert*innen in eigener Sache sind. Väter und Mütter bringen unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse mit, stehen jedoch häufig vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen – auch im Umgang mit Medien und Konsum. Der Austausch mit anderen Eltern stärkt sie darin, die eigene Situation besser wahrzunehmen und neue Wege für den Erziehungsalltag zu finden.
Das Projekt ELTERNTALK bietet den Rahmen für diese Gesprächsrunden, liefert jedoch keine fertigen Lösungen. Der Erfolg lebt vom offenen Austausch aller Teilnehmenden.
Zielgruppe
ELTERNTALK richtet sich an Eltern von Kindern bis 18 Jahren, insbesondere an Eltern mit Migrationshintergrund.
Die Gesprächsrunden finden – je nach Möglichkeit – in verschiedenen Sprachen statt.
Auch die verwendeten Materialien sind mehrsprachig.
Themen
- Konsum
- Fernsehen
- Smartphone, Internet und Co.
- Digitale Spiele
- Erziehung
- Sexuelle Bildung
- Suchtvorbeugung und gesundes Aufwachsen in Familien
- Wenn das Leben sich ändert

Wir stehen noch ganz am Anfang und suchen engagierte Eltern, die sich als Moderator*innen schulen lassen möchten, um später ELTERNTALKS durchführen zu können.
Wie kann ich Moderator*in werden?
ELTERNTALK-Moderator*innen sind selbst Eltern. Eine pädagogische Ausbildung ist nicht erforderlich.
Die Moderator*innen erhalten eine Einführungsschulung (ca. 8–10 Stunden). Anschließend finden regelmäßig Austauschtreffen mit der zuständigen Regionalbeauftragten statt (ca. 6–8 Mal pro Jahr).
Die Einführungsschulung findet auf Deutsch statt, die Gesprächsrunden können anschließend auch in verschiedenen Muttersprachen durchgeführt werden.
Wer Moderator*in werden möchte, braucht:
- etwas Zeit,
- Interesse an den ELTERNTALK-Themen,
- Freude an Kommunikation und
- Lust, mit neuen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Was sind die Aufgaben als Moderator*in?
Moderator*innen suchen Gastgebende oder Gäste in ihrer Community und ihrem persönlichen Netzwerk, ihrer Gemeinde, ihrem Stadtviertel oder ihrem Dorf. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wählen sie ein Thema aus, begleiten das Gespräch mit passenden Materialien und nehmen regelmäßig an Schulungen und Austauschtreffen teil.
Was bekommt man als Moderator*in?
Moderator*innen engagieren sich ehrenamtlich und erhalten für ihre Tätigkeit eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Außerdem profitieren sie von kostenlosen Schulungen und erhalten wertvolle Einblicke in Medien- und Konsumerziehung, die sie auch im eigenen Familienalltag nutzen können.
Darüber hinaus vermitteln die Schulungen Kenntnisse im Bereich Kommunikation, die auch im privaten und beruflichen Alltag hilfreich sind.
Moderator*innen werden kontinuierlich begleitet und gecoacht. Die Regionalbeauftragte ist die feste Ansprechperson. Zudem lernen sie viele neue Menschen kennen – andere Mütter und Väter sowie Mitarbeiter*innen verschiedener Fachstellen (z. B. Erziehungsberatungsstellen, Stadtbibliotheken oder Familientreffs). Alle drei Jahre findet außerdem ein ELTERNTALK-Kongress statt, bei dem sich Moderator*innen aus ganz Bayern austauschen.
Kontakt
Regionalbeauftragte ist Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Claudia Seger. Sie ist Ansprechpartnerin für Moderator*innen und übernimmt die Schulungen.
Interessierte können sich direkt an Claudia Seger (Prävention und Gesundheitsförderung) wenden:
- E-Mail: c-seger@lra-fue.bayern.de
- Telefon: 0911 9773-1866
Die Standortpartnerschaft übernimmt die Stadt Fürth – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien,
Stabstelle Familienbildung & Familienstützpunkte, vertreten durch Martina Kaiser.
